BERLINER MEISTER SCHALLPLATTEN - BMS-1203 - OCCIDENT & ORIENT - BELLO


BERLINER MEISTER SCHALLPLATTEN - BMS-1203 - OCCIDENT & ORIENT - BELLO

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Der Orient mit seiner wechselvollen Geschichte und Kultur fasziniert Generationen von Menschen immer wieder aufs Neue. Dabei vermischen sich in den Erinnerungen auf wundersame Weise oft Realität und Fiktion, Geschichten aus Tausend und einer Nacht mit tatsächlich Erlebtem.Diesem kulturellen Flair sind die Macher der Platte "Orient und Okzident“, das Mendelssohn Kammerorchester Leipzig mit seinem Solisten Kinan Azmeh mit dieser Direct-to-Disc Aufnahme auf den Grund gegangen und haben eine Atmosphäre geschaffen, die den Zuhörer sofort in seinen Bann zieht. Dabei stellt die Auswahl der einzelnen Werke einen ganz eigenen Kontrast dar. Werke eines Jean-Baptiste Lullys oder Ludwig van Beethovens, die den Zeitgeist ihrer jeweiligen Epoche aufnahmen und orientalische Kompositionen nach europäischem Verständnis schrieben, korrespondieren mit denen des syrischen Klarinettisten Kinan Azmeh, der aufgrund seiner Herkunft eine ganz natürliche und originäre Sichtweise auf die faszinierende arabische Kultur hat. Eine wahrhaft sinnliche Aufnahme! Und wunderbar originär, denn als Direct-to-Disc Aufnahme gibt es von dieser Aufnahme exklusiv nur die gepressten LPs, quasi als limitierte Abzüge der ursprünglichen Aufnahme auf der Lackfolie, vergleichbar der Abzüge einer Radierung.

Aufnahme: Februar 2012 im Meistersaal, Emil Berliner Studio, Berlin, von Philip Krause und Maarten de Boer

Produktion: Rainer Maillard & Stephan Flock

Kinan Azmeh: "Wedding", "November 2" / L. v. Beethoven: "Marcia Alle Turca" / Peter A. Bauer: "Persia" / and other works - Kinan Azmeh (cl) and the Mendelssohn Kammerorchester Leipzig concucted by Aurélien Bello

Die Berliner Meister Schallplatten sind ein junges Unternehmen, das im Jahre 2012 gegründet wurde um eine kaum noch praktizierte Aufnahmetechnik wiederzubeleben: den Direktschnitt von Vinyl Langspielplatten. Aber was sind die Gedanken hinter Direktschnitt? Warum Neuaufnahmen nur für die LP? Warum nur analoge Technik? Warum der Verzicht auf Schneiden, nachträgliches Mischen und jegliche digitale Klangbearbeitung? Ist das nur Nostalgie? Nein, dahinter stecken handfeste Gründe und die Überzeugung, dass diese Direct-to-Disc Aufnahmen zu einmaligen musikalischen und klanglichen Ergebnissen führen. Zunächst einmal: Es gibt heutzutage viele Veröffentlichungen auf LP, diese sind aber meist Wiederveröffentlichungen alter analoger Bandaufnahmen oder digitale Neuproduktionen, deren CD-Master auf LP umgeschnitten werden. Die Berliner Meisterschallplatten wollen hingegen neues Repertoire schaffen, das konsequent und ausschließlich nur für den analogen Tonträger Vinyl Schallplatte aufgenommen wird. Das Direct-to-Disc Verfahren liegt hierfür geradezu auf der Hand. Eigentlich ist es das ursprüngliche Aufnahmeverfahren - der Erfinder der Schallplatte, Emil Berliner hat auch nicht anders produziert. Bei einer Direct-to-Disc Aufnahme wird die Musik in Echtzeit direkt vom Mikrofon auf die Schneidemaschine übertragen, deren Schneidstichel die Schwingungen in die sogenannte Lackfolie 'einritzt'. Eine Unterbrechung ist unmöglich, ebenso jegliche Nachbearbeitung (Postproduction). Die Erfindung des Tonbandes und später die digitale Aufzeichnung ermöglichen zwar den Schnitt und die nachträgliche Bearbeitung, die Berliner Meister Schallplatten verzichten aber auf diese technische Entwicklung ganz bewusst aus zwei Gründen: je direkter der Weg des akustischen Signals vom Mikrofon zu LP, desto weniger Störeinflüsse und Verfälschung gibt es. Und was man nicht benutzt (Tonband oder digitale Aufzeichnung) kann auch nicht stören. Der zweite Punkt ist noch viel wichtiger: die Reaktion der Musiker war durchweg, es sei viel ehrlicher, sie im Direct-to-Disc Verfahren aufzunehmen. Sie spielen so viel intensiver. Das Adrenalin bei der Aufnahme sei definitiv höher. Das gilt übrigens auch für das Aufnahmeteam. Und das ist hörbar. Deshalb arbeiten die Berliner Meister Schallplatten mit Musikern, die sich das zutrauen und dazu stehen, was sie in so einer intensiven Situation spielen. Im Namen Berliner Meister Schallplatten verbirgt sich auch das Programm: Mit dem Namen Berliner huldigt man nicht nur dem Erfinder der Schallplatte und den nach ihm benannten Emil Berliner Studios, sondern auch dem Standort der Aufnahmestudios. Die weltweit anerkannten Emil Berliner Studios sind hervorgegangen aus den Studios der Deutschen Grammophon Gesellschaft. 'Meister' bezieht sich nicht nur auf den Meistersaal, einen sehr schönen historischen Konzertsaal direkt über den Studios im Herzen von Berlin, sondern auch auf den Begriff des Tonmeisters, demjenigen, der mit seinem Handwerk erst möglich macht, dass sich die Töne daheim beim Lauschen einer LP meisterlich wieder entfalten.

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